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KANINCHEN
Ein Kokzidienbefall in der Kaninchenzucht ist häufig mit Jungtierverlusten behaftet. Rund 80 % der Hauskaninchenbestände dienen den Kokzidien als Wirt, allerdings weisen die meisten der Kokzidienträger keinerlei Krankheitszeichen auf. Man spricht davon, dass die Kokzidien latent vorhanden sind, also in einer so geringen Zahl, dass sie keine Krankheitssymptome verursachen. Allerdings scheiden sie die Erreger über den Kot aus und können so anderen Kaninchen im Bestand infizieren.
Zu einem Ausbruch der Krankheit, der sogenannten Kokzidiose kommt es hauptsächlich bei Kaninchen mit geschwächtem oder noch nicht ausgeprägten Immunsystem. Alte, kranke und junge Kaninchen sind daher besonders gefährdet, an einer Kokzidiose zu erkranken. Stress kann dazu führen, dass sich die Kokzidien stark vermehren, z.B. durch Vergesellschaftungen, unharmonische Gruppen, Umzüge, häufiges hoch nehmen der Kaninchen, grober Umgang mit den Tieren, Einzelhaltung, wenig Platz (Stall-/Käfig-Haltung). Zuvor symptomlose Tiere erkranken plötzlich.Wird die Kokzidiose nicht oder zu spät behandelt, ist die Aussicht auf Genesung gering.

Kokzidien werden durch eine Kotprobe festgestellt, da sie nicht durchgängig ausgeschieden werden, muss der Kot mindestens zwei Tage gesammelt werden, bevor er untersucht wird. Es empfiehlt sich, die Kotprobe nicht während Stresssituationen (Vergesellschaftungen, Umzüge) sondern etwa zwei Wochen danach zu nehmen, denn in solchen Situationen können die Kokzidien stressbedingt vorhanden sein, gehen aber von selbst nach diesem Ereignis weg.
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